
Ein sonniger Mittag, viele Fragen – und noch mehr Gesprächsstoff
23. Oktober 2025
Jetzt geht’s los: Kommt zum Treffen am Mittwoch den 28. Januar! Die Betriebsratswahl bei Riese & Müller nimmt Fahrt auf
22. Januar 2026Ein wichtiger Tag für Demokratie im Betrieb
Nach Monaten intensiver Gespräche, Treffen und Vorbereitung war es am 28. Oktober endlich soweit: Die IG Metall Darmstadt lud die Beschäftigten von Riese & Müller zur Wahlversammlung ein – und damit wurde nun auch von den Beschäftigten der Startschuss für die Einleitung der Betriebsratswahl gegeben.
Es war ein Tag, auf den viele hingearbeitet hatten – mit Spannung, mit Fragen, mit Hoffnung. Nach mehreren Monaten des Austauschs, unzähligen Gesprächen und zwei vorbereitenden Treffen in der IG Metall-Geschäftsstelle Darmstadt fand am 28. Oktober die Wahlversammlung bei Riese & Müller statt.
Schon beim Eintreffen der Beschäftigten war die Atmosphäre besonders: Aufgeregte Gesichter, neugierige Blicke, viele Gespräche im Eingangsbereich.
„So eine Versammlung hat es hier noch nie gegeben“, erzählt eine Kollegin.
Die IG Metall Darmstadt hatte gemeinsam mit engagierten Beschäftigten in den letzten Monaten die Voraussetzungen geschaffen, damit die Belegschaft nun selbst aktiv über ihre betriebliche Vertretung entscheiden kann. Ziel der Versammlung war die Wahl eines Wahlvorstands, der erste formale Schritt hin zur Gründung eines Betriebsrats.
Über 500 Beschäftigte folgten der Einladung. Die Versammlung war lebendig, engagiert und geprägt von Respekt. Viele Beschäftigte meldeten sich zu Wort, stellten Fragen und diskutierten offen über ihre Vorstellungen von Mitbestimmung und Demokratie im Betrieb. Es wird deutlich: Die Mehrheit der Menschen bei Riese & Müller wollen mitreden – und Verantwortung übernehmen.
„Ich kann Euch nur sagen: Ich glaube an UNS!“
— sagt eine Kollegin zuversichtlich im Vorfeld der Wahl.
Dann, um 15:12 Uhr, bricht Jubel aus. Die Wahlhelfer*innen sind fertig mit der Auszählung. Das Ergebnis wird verkündet. Der dritte und letzte Kandidat erreicht die erforderliche Mehrheit – der Wahlvorstand ist vollständig. Ein Moment, der spürbar unter die Haut geht: Applaus, Erleichterung, Freude.
Damit ist die Grundlage geschaffen: Die Betriebsratswahl bei Riese & Müller wird offiziell eingeleitet – demokratisch gewählt von der Mehrheit der Wahlversammlung.
Die Wahlversammlung war damit nicht nur ein rein formal-organisatorischer Schritt, sondern ein sichtbares Zeichen für Mut, Zusammenhalt und Auftakt für gelebte Demokratie im Betrieb.
Mit der Wahl des Wahlvorstandes am 28. Oktober wurde ein neues Kapitel bei Riese & Müller aufgeschlagen. Die Beschäftigten haben gezeigt, dass sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft ihres Unternehmens aktiv mitzugestalten. Die IG Metall Darmstadt wird sie auf diesem Weg weiterhin begleiten – mit Rat, Unterstützung und Rückhalt.
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7 Comments
Zwei Dinge sind nicht richtig dargestellt:
Es waren nicht „mehr als 500“ Beschäftigte da, sondern 487.
Die Mitglieder des Wahlvorstands wurden jeweils mit ca. ~270-290 Stimmen gewählt. Das ist die knappe Mehrheit der Anwesenden, nicht aber die Mehrheit der Beschäftigten (lt. Riese und Müller Website „rund 800“).
W
Tatsächlich waren zur Eröffnung der Wahlversammlung mehr als 500 Beschäftigte anwesend. Korrekt ist aber auch, dass die Zahl der Anwesenden im Verlauf der Versammlung etwas abgenommen hat.
Und danke auch für den zweiten Hinweis, das werden wir redaktionell präzisieren.
Viele Grüße
Tatsächlich stimmen aber auch die 800 von der Website nicht, denn es sind etwas mehr als 700 in Realität. Im letzten Wahlgang haben auch nur etwa 150 der Teilnehmenden für überhaupt niemanden im Wahlvorstand gestimmt. Etwas weniger als 2/3 haben jemanden gewählt. Insofern kann man schon sagen, dass über die Hälfte der Beschäftigten und wahrscheinlich unter zwei Dritteln sich klar für einen Wahlvorstand und damit auch eine Betriebsratswahl ausspricht.
Naja es könnte jeder kommen. Wenn halt von 700 nur 500 kommen und dann nur 468 wählen ist das halt so. Ist halt nicht aufgegangen die Enthaltungstaktik.
Aber jeder wusste auch, dass nur die Mehrheit der Anwesenden zählt.
Ok, selbst von 700 Mitarbeiten wären 290 nicht mal die Hälfte..
Die Aussage, dass über die Hälfte der Beschäftigten sich für einen Wahlvorstand ausgesprochen hat, stimmt einfach nicht. Es war mehr als die Hälfte der *bei der Wahlversammlung anwesenden Mitarbeiter.* Mit jedem Wahlgang waren es weniger die teilgenommen haben. Der letzte Wahlgang war ja für die Vertreter, als ein Wahlvortsand generell schon fest stand.
Die Leute, die nicht gekommen sind, wollten aber teilweise auch für den Wahlvorstand stimmen. Mehrere Leute waren leider krank, in Elternzeit oder im Ausland.
Wer sich mit Statistik auskennt weiß, dass eine Stichprobe von 500 bei einer Population von 700+ an Signifikanz schwer zu übertreffen ist. Man müsste schon die Statistik als mathematische Disziplin grundsätzlich ablehnen, um die These zu vertreten, dass das Ergebnis nicht zu respektieren wäre.
Ja, und von 10Tausend ist Gelb nicht mal ein Drittel!
Eine Wahl ist auch dann gültig, wenn nicht 100% der Wähler es zur Wahlurne geschafft haben! (so viel zur Demokratie)
Eine stark vereinfachte Rechnung für Euch: Von circa 500 haben etwa 300 eine Person zum Wahlvorstand gewählt.
Sind die Übrigen jetzt mehr, weniger oder gleich viele, deren Stimmen mit ungültig den BR verhindern wollen?! (so viel zur Mathematik)
Und hier meine Gegenthese: wenn die anderen alle gekommen wären, dann hätten die auch alle für den BR gestimmt! 120% sicher!!!
(diese Behauptung ist nicht mehr oder weniger albern als die Eure!)
Aber macht doch bitte noch eine Milchmädchenrechnung auf, die den Wahlbetrug hier unwiderlegbar beweist! Ich warte schon.
Nur Stürmt bitte nicht das Mühltaler Rathaus, oder so was!
Schönen Abend noch, Paul Fersing
P.S.: Anonym ist auch eine Form von „mutig“!